Erhöhung der Repräsentativität: Das InEK verpflichtet 40 Kliniken zur Datenlieferung der Fallkosten in 2017

Im Krankenhausstrukturgesetz ist festgehalten, dass das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) Krankenhäuser verpflichten kann, bei der Kalkulation der Fallkosten mitzumachen und die Daten dem InEK zur Weiterentwicklung des DRG-Systems zur Verfügung zu stellen. Wie das genau ablaufen wird, erklärte das Institut auf dem COINS Kalkulations-Symposium. Das Symposium, das in diesem Jahr erstmalig beim Krankenhauszweckverband Rheinland abgehalten wurde, bietet Kalkulationshäusern eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und gleichzeitig aktuelle Infos rund um das Thema InEK-Kalkulation – in diesem Jahr besonders interessant:

Das InEK entscheidet am 31. Oktober 2016 per Losverfahren, welche 40 Krankenhäuser zur erstmaligen Kalkulationsteilnahme verpflichtet werden. Dabei haben bei der Verlosung diejenigen Kliniken die größten Chancen, die bisher unterrepräsentiert sind. „Im Fokus der Repräsentativitätsbetrachtung befinden sich die Merkmale ‘Trägerschaft‘ und ‘Leistungsbereiche‘“, so Dr. Michael Rabenschlag, Abteilungsleiter Ökonomie des InEK, beim COINS Kalkulations-Symposium, „Insbesondere Krankenhäuser in privater und freigemeinnütziger Trägerschaft sowie solche mit einem außergewöhnlichen Leistungsspektrum werden weit oben auf der Liste stehen.“

Mit beträchtlichen, jährlich steigenden Strafzahlungen für fehlende oder qualitativ ungenügende Daten setzt das InEK starke Anreize, der aus der Verlosung resultierenden Verpflichtung nachzukommen. Eine erfolgreiche Kooperation hingegen wird finanziell belohnt, zuzüglich einer Prämie für die erstmalige Datenlieferung. Allerdings ist Eile geboten: Die erste Datenlieferung sollte bereits bis zum 30. April 2017 erfolgt sein.

Weitere Informationen zum Verfahren der Kalkulationsverpflichtung und Unterstützungsmöglichkeiten für Krankenhäuser bietet Ihnen die COINS GmbH unter 0221 962 630 01.


Informationen zum Thema vom InEK